Im Laufe der letzten haben die Gesetzgebung und die zunehmende Bedeutung des Kostenfaktors auf öffentlicher und privater Entscheidungsebene sowie die technologischen Errungenschaften im Bereich von kompakten Klärsystemen haben im Laufe der letzten Jahre zu einer Dezentralisierung der Reinigung von Abwässern geführt.
Dezentrale Systeme unterliegen allerdings strengeren Anforderungen als Großkläranlagen, da sie weitaus mehr von folgenden Faktoren betroffen sind:
- Hydraulische Belastungsspitzen
Enorme Schwankungen des Abwasserzuflusses mit Tagesspitzen sowie das geringe Puffervolumen der Anlage führen zu plötzlichen hydraulischen Höhen.
- Schmutzfracht
In Bezug auf die Belastung mit Schmutzstoffen mussen die kompakten Klärsysteme auch mit homogenen Höchstlasten sowie bedeutenden Änderungen des Lastverhältnisses zurechtkommen.
- Unterbelastung
Neben maximaler Belastung müssen dezentrale Anlagen zudem Phasen der Unterbelastung und Nichtbelastung bewältigen können (Schulferien, jahreszeitlich bedingte Änderungen, usw.).
Heute liefert die gute Funktionsweise einer großen Anzahl von kompakten und dezentralen Klärsystemen den Beweis dafür, dass eine zuverlässige und einfache Reinigung der häuslichen und kommunalen Abwässer mit modernen Ausrüstungen möglich ist, dank des Fortschritts der Technik, der Ausrüstungen und Verfahren.
Es sind gerade die besonders schwierigen Bedingungen der dezentralen Abwasserreinigung, die der Verwendung der effizienten Eigenschaften der aeroben eingetauchten Festkultur ihre Wirksamkeit verleihen.
Wir verweisen auf eine 25-jährige Erfahrung mit mehr als 250.000 sich in Betrieb befindlichen Kläranlagen in Europa, davon mehr als 40.000 in Belgien.